Historische Performance und Volatilität


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Volatilität

Der Begriff Volatilität findet häufig in den Wirtschaftswissenschaften Verwendung. In der Finanzmathematik ist sie Maß für die Schwankung von Finanzmarktparametern wie Aktienkursen und Zinsen. Die Volatilität ist hier definiert als die Standardabweichung der Veränderungen (auch Renditen, Returns) des betrachteten Parameters und dient häufig als Risikomaß.

Quelle: Wikipedia

Berechnung

In Portfolio Performance wird die Volatilität mit Hilfe der täglichen Veränderungen berechnet die auch als Basis für die Datenreihen im Performance-Diagramm dienen.

In einem ersten Schritt werden die täglichen Werte entfernt, die auf ein Wochenende oder auf einen Feiertag fallen (Weihnachten, Ostern, Neujahr, 1. Mai). Zwar kann man im Programm auch Erträge für ein Wochenende erfassen, da es aber normalerweise keine neuen Kurse und damit keine Kursschwankungen gibt, werden diese dann ignoriert.

Anschliessend wird die Standardabweichung berechnet:

  • Durchschnittliche Veränderung errechnen
  • Für jeden Wert: Summe = Summe + ( täglicher Wert - Durchschnitt ) ^ 2
  • Standardabweichung = Wurzel aus (Summe / Anzahl der Werte)

Um die Berechnung z.B. in Excel nachzuvollziehen, kann man sich die Basisdaten über die Export Schaltfläche oben rechts als CSV speichern.

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Rendite / Volatilität

Im Rendite / Volatilität Blasendiagramm wird die historischen Performance (im Sinne des True-Time Weighted Rate of Return) gegen die Volatilität abgetragen. Die Basisdaten kann man über die Export Schaltfläche exportieren.

Semivolatilität

Die Semivolatilität betrachtet im Gegensatz zur Volatilität nur die negativen Abweichungen der erzielten Renditen zum arithmetischen Mittelwert der Renditen.

Dieses Risikomaß eignet sich sich insbesondere für Risikoverteilungen, die nicht symmetrisch sind, denn in den anderen Fällen entspricht die Semivolatilität multipliziert mit dem Faktor √2 dem Wert der Volatilität.

Quelle: Risikoprämien zweier Assetklassen eines Unternehmens, Tina Guendling