Auftrennung von Einzahlung/Auszahlung und Einlieferungen/Auslieferungen?


#1

Ich bräuchte eine Auftrennung von Einlieferungen/Auslieferungen bzw. Einzahlungen/Auszahlungen

Folgende Situation: Da ich über PP auch eine fondsgebundene Rentenversicherung abbilde und dort nur einmal im Jahr eine Abrechnung bekomme, habe ich das über zwei Depots gelöst. Ein Depot hat (bei Einrichtung in PP) die Stückzahl und den Gesamtwert der letzten Mitteilung bei einem fiktiv ausgerechneten Kurs damit der Gesamtwert zur Stückzahl passt. Das zweite Depot wird mit Sparplänen (inkl. geschätzten Kosten) gefüttert und bildet den Zeitraum zwischen den Mitteilungen ab, was ich mir in Diagrammen auch unterschiedlich als durchgehende bzw. gestrichelte Linie anzeigen lasse (durchgängig: erstes Depot, gestrichelt: erstes + zweites Depot, beide driften im Jahresverlauf durch weitere Einzahlungen auseinander). Wenn nun die nächste Abrechnung kommt stelle ich die Differenz der Stückzahl fest (Stückzahl Abrechnung neu ./. Stückzahl Abrechnung alt) und den Anteil des Endkurses, der auf die neue Stückzahl entfällt. Da dies natürlich nicht wertgleich mit dem zweiten Depot aufgehen kann (= Abweichung zwischen Schätzung und tatsächlichen Kosten bzw. Unsicherheiten der einzelnen Kaufkurse/-tage) löse ich das indem ich beim ersten Depot eine Einlieferung mit der neuen Stückzahl und einem fiktiven Kurs erfasse, sodass auch der Gesamtwert wieder mit der Abrechnung übereinstimmt und im zweiten Depot eine Auslieferung mit der Stückzahl und dem Endkurs am Auslieferungstag, damit dieses Depot wieder auf null aufgeht. Funktioniert so weit und im Diagramm springt dann meine durchgehende Linie auf das Niveau der gestrichelten Linie und je nach Abweichung der Schätzung gibt es an dem Tag einen zusätzlichen Sprung nach unten oder oben. Da beide Ein-/Auslieferungen auf den selben Tag gebucht werden, entsteht hier auch kein unnatürlicher Ausschlag im (Vermögens-)Diagramm in der Datenreihe der Ein-/Auszahlungen.

Allerdings ist dann im Bericht “Berechnung” ein Wert bei Entnahmen/Auslieferungen und entsprechend auch bei Einlagen/Einlieferungen vorhanden bzw. enthalten. Bisher habe ich noch nie etwas aus meinen Investitionen entnommen und dementsprechend wäre es künftig verwirrend, wenn das mal der Fall wäre. Hier wäre vermögenstechnisch die Null weiterhin korrekt.

Es wäre also vorteilhaft, wenn in diesem Bereich “Performanceneutrale Bewegungen” auf diesen Unterschied eingegangen werden könnte. Eine vermutlich relativ einfache Möglichkeit wäre einen Haken im oberen Bereich in der Buchungsmaske einzufügen, der z.B. “zu Umbuchungszwecken” heißt und die Umsätze in der Auswertung dann z.B. als “Entnahmen / Einlieferungen zu Umbuchungszwecken” erscheinen lässt.

Die Buchungsart Umbuchung ist wegen der mangelnden Übereinstimmung von Stückzahl und Wert hier nicht verwendbar und zwei zusätzliche Buchungsarten wären würden das Kontextmenü vermutlich überladen. Falls es einfacher wäre hier vier statt zwei Arten zu ermöglichen (also Einzahlung, Einlieferung, Auszahlung, Auslieferung), wäre das natürlich auch eine Lösungsmöglichkeit.


#2

Entnahmen werden Im Bereich Performance/Berechnung leider nicht separat ausgewiesen. Gibt es dafür einen speziellen Grund?
Da ich regelmäßig Entnahmen habe :grinning:, würde ich gern die Summe irgendwo sehen können.

Und ansonsten nochmal ein Danke an den Entwickler, dafür, dass es diese tolle Anwendung gibt. :clap:


#3

Habe ich auch und hab das mit PP folgendermaßen gelöst:
Einmal im Monat wird die Versicherung mit einem festen Betrag angefüttert. Diesen trage ich als Einlieferung auf dem Verrechnungskonto ein. Nach Ablauf eines Jahres bekomme ich eine Abrechnung über die jeweils monatlich getätigten Käufe mit Stücke, Kurs und Gebühren. Diese 12 Monate trage ich zeilenweise in ein Excel-Sheet, um die Rundungen auszubügeln und um eine Cent-genaue Abbildung zu bekommen und importiere diese Werte anschließend in PP als Käufe. Dann steht das Verrechnungskonto wieder auf 0 und die Zuwächse sind korrekt auf dem Depot verbucht. Ein neuer Jahreszyklus kann beginnen, Das funktioniert einwandfrei.


#4

Genau diese (fehlende) Transparenz ist ein Grund warum ich schon länger überlege diesen Vertrag zu kündigen. Ich bekomme eben keine Aufstellung darüber wann zu welchem Kurs gekauft wurde sondern nur eine veränderte Stückzahl und eine Wertberechnung mit einem Datum+Stichtagskurs 1x im Jahr. Dieser stimmt immerhin mit meiner Datenquelle überein, aber ich sehe weder an welchem Tag genau investiert wird (Kursproblem) und wie viel der Einzahlung tatsächlich investiert wird (Kostenproblem). Daher bleibt mir nichts anderes übrig als es mit der eingangs beschrieben Methode irgendwie abzuschätzen.


#5

Das hat jetzt mit PP nichts mehr zu tun.

Ich bespare meinen Vertrag seit über 20 Jahren, deshalb betrachte ich die Performance aus einem anderen Blickwinkel. Ich kann nur dazu raten, einen solchen Vertrag so früh wie möglich und zu lange wie möglich zu erfüllen. Ich führe die Eintragungen dieses Vertrag in PP auch erst seit 2 oder 3 Jahren monatlich zum jeweils 1. eines Monats, die Jahre zuvor habe ich mit einer jährlichen Eintragung zum Jahresstichtag des Vertrags vorgenommen. Über einen solch langen Zeitraum hinweg ergibt sich ein gutes Bild.


#6

Das lässt sich aber kaum verallgemeinern. Ich habe damit 2008 angefangen, also eigentlich der perfekte Zeitpunkt für ratierliche Ansparungen. Tja denkste, denn wie mir später klar wurde habe ich während der Finanzkrise nicht billig eingekauft, sondern erst mal die gezillmerten Provisionen gezahlt. Trotz quasi bilderbuchmäßigem Kursverlauf ist die summierte Einzahlung immer noch größer als der tatsächliche Wert, in den letzten 10 Jahre wäre also sogar ein Sparbuch noch eine bessere Anlage gewesen würg. Rückblickend habe ich mir also ein Produkt geangelt das viel zu viele Kosten verursacht (hat).

Wie sieht es beim Blick in die Zukunft aus? Sind wenigstens die weiteren Einzahlungen halbwegs vernünftig angelegt? Seit einem Jahr schreibe ich mir die Kurse der beinhalteten Wertpapiere auf und komme auf eine Kostenbelastung der Einzahlungen von ungefähr 10%. Das hatte ich ursprünglich über eine Excel-Analyse geschätzt und das ist auch ziemlich genau eingetreten. Unabhängig von der Wertentwicklung der Wertpapiere, die grundsätzlich aber mit meinem restlichen Depot korreliert, versickern 10% der Einzahlungen einfach so im Vertrag (und ich weiß nicht warum, denn so ist das nicht deklariert worden) und dementsprechend steht die Performance auch dem restlichen Depot weit hinterher. Ich bin auch dagegen ständig etwas neu anzufangen, aber wenn ich mal 30 Jahre in die Zukunft schaue, nehme ich mir doch lieber einen neuen Vertrag mit <1% Kosten (z.B. mypension) statt mit 10%, oder ich investiere gleich direkt.