Auswirkung der Umbuchung von Wertpapieren auf das Verrechnungskonto

Hallo,
ich habe eine Frage zu Umbuchen, die sich per Suche nicht beantworten ließ:

Gegeben sind 2 Depots und jedes hat sein eigenes Verrechnungskonto.
Wenn ich jetzt beispielsweise 4 von 5 Aktien von Depot A in ein leeres Depot B umbuche werden sie aus Depot A ausgebucht und in Depot B eingebucht. Als Kurs - hab ich gelesen - soll man den Kurs des Umbuchtages nehmen. Soweit so gut.
Aber was passiert mit den beiden Verechnungskonten? Offensichtlich ändert sich nichts.
Ich habe aber jetzt 4 Aktien in Depot B und keine Umsätze im Verrechnunskonto. Gleichzeitig habe ich im Verrechnungskonto A die Anschaffungskosten gebucht. Wenn ich jetzt aus dem Depot B die Aktien verkaufe, habe ich den Erlös im Verrechnungskonto B.
Mir wäre es irgenwie logischer vorgekommen, wenn die Aktien bei der Umbuchung quasi fiktiv von Depot A verkauft werden und von Depot B gekauft. Und zwar zu Umbuchungskurs.

Was ich eigentlich erreichen möchte ist eine getrennte Auswertung der Depots. Bei meiner Korrektur mit den Einlagen und Entnahmen letztens hatte ich festgestellt, dass die Performance Berechnung nur vernünftig funktioniert wenn auch die Ein- und Auszahlungen des Verrechnungskontos vom Datum her stimmen. Warum sollte das jetzt beim Umbuchen keine Rolle spielen, wo und wann gekauft und verkauft wurde?

Ich hab die Frage oben versucht relativ pauschal zu formulieren. Aber vielleicht ist das nicht hilfreich, weil sich der ein oder andere fragen könnte, warum ich in einem real existierenden Verrechnungskonto bereits gezahlte Beträge hin und her schieben möchte. Jetzt erklär ich mal kurz was ich effektiv erreichen möchte.

Es geht um Kryptos. Der momentane Zustand ist: Ich habe ein fiktives Depot und ein ebenso fiktives Verrechnungskonto. In echt sind die gehaltenen Kryptos an verschiedenen Plätzen gelagert. Bezahlt wurden sie mit Geldern die ich vor dem Kauf dem Verrechnungekonto zugeführt hatte. Als Beispiel: Ich buche ins Verrechnungskonto am Tag X 5.000 € ein. In Wirklichkeit fließen diese 5.000 € von meinem Girokonto auf eine Kryptoexchange (Börse). Von diesen 5.000 € kaufe ich dann beispielsweise 0,5 Bitcoin auf der Exchange. Diese lasse ich da liegen.
In PP buche ich einen Kauf von 0,5 Bitcoin bezahlt von den 5.000 € vom Verrechnungskonto.
Ich bin recht zuversichtlich dass das soweit ganz ok verbucht ist. Der Bestand im Kryptodepot stimmt; die Euros im VR-Konto auch. Performance auch.

Jetzt möchte ich aber gerne die Realität noch besser abbilden: Es ist nämlich so dass die 0,5 Bitcoin in echt mehr oder weniger beliebig verschoben werden können. Zb auf eine andere Exchange oder (und jetzt komm ich doch wirklich mal auf den Punkt) in eine „offline“ Lagerstätte bei mir zu Hause. Eine sogenannte Cold-Wallet.
Ich teile die gekauften Kryptos nämlich auf in „längerfristig halten“ und „kurzfristig traden“. Das ganze aus Sicherheits- und aus steuerlichen Gründen. Denn Kryptogewinne von Coins die man 1 Jahr gehalten hat vor dem Verkauf sind steuerfrei. Außderdem liegen die Kryptos im ColdWallet sicherer. Und als 3. Grund: Die längerfristig gehaltenen Coins werden konservativer ausgesucht.

Jetzt wäre es für mich äußerst interessant zu wissen, wie sich der konservative Teil und wie sich der Trading-Teil jeweils entwickelt. Es könnte sich beispielsweise rausstellen, dass ich mit dem Trading mehr Geld verbrenne als einnehme, während der Langfrist-Teil eigentlich der Performancebringer ist.

Deshalb die Motivation das Ganze in 2 Depots zu trennen. Solange das alles zusammen als ein Depot geführt wird, ist die Einzel-Performance der beiden Strategien kaum zu beurteilen.

Edit: Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr erscheint es mir am Sinnvollsten, die Coins von Depot A zu Depot B zu verkaufen. Da das direkt in PP nicht geht muss es eben dann in 2 Schritten gemacht werden.

Richtig. Wie in der Realität, wenn Du Wertpapiere von einem Depot zu anderen umbuchst. (Oder von mir aus auch Kryptowährungen von einem Wallet auf ein anderes.) Da passiert auf den Verrechnungskonten ja auch nichts.

Das passiert quasi auch. Sie werden aus- und eingebucht.
Natürlich kannst Du sie auch verkaufen und kaufen und dazwischen noch eine Umbuchung auf den Verrechnungskonten machen. Macht aber in Summe keinen Unterschied.

Verstehe. Solange ich das Performance-Diagramm auf die Depots beschränke ist das Ergebnis sicherlich korrekt. Aber normalerweise wird doch eine Portfolio-Performance inklusive des Cash-Anteils bewertet. Und dieser Cash hat ja einen „dämpfenden“ Einfluss auf die Performance. Das verstehe ich so:
Bei Einlage = Einstiegspreis der Aktien und cash 0,- habe ich zB 20% Performance. Und zwar sowohl bei der Depot-Performance als auch bei der Depot+VRK Performance. Also beide gleich, da kein Cash.
Bei Einlage = Einstiegspreis der Aktien und cash in Höhe des Aktieneinstiegspreises habe ich dann nur 10% Performance. Und zwar unterschiedlich zwischen der Depot-Performance (20%) und der Depot+VRK Performance (10%).
Das habe ich auch gerade mal in einer Test-Datei ausprobiert.

Jetzt habe ich wohl 2 Möglichkeiten:
a) ein gemeinsames Verrechnungskonto für beide Depots. Dann würde die Performance von den betroffenen Aktien in Depot-A+VRK-A nach der Umbuchung einfach weitergeführt werden in Depot-B+VRK-A.

b) getrennte Verrechnunskonten. Hier würde der Vergleich zwischen beiden inkl VRK aber dann keinen Sinn machen, wenn ich es bei der normalen Umbuchung belasse, das das VRK von B ja leer bliebe.

(a) hätte den Vorteil, dass es viel einfacher zu buchen wäre, wenn ich mal Assets zwischen den Depots verschiebe (umbuche). Es hätte aber den Nachteil, dass mir beim Depot-B+VRK-A der zukünftige Einfluss der Käufe/Verkäufe von Depot-A die Performance verfälscht. Weil der Cash-Anteil eben für beide Depots gleich schwankt.

(b) hätte den Vorteil, dass ich in beiden Depots getrennte Einlagen und Cash Anteil festlegen kann und die Performance-Auswertung wirklich getrennt wäre.

Sehe ich das richtig?