Buchung von Dividenden am Ex-Tag oder bei Gutschrift

Ich habe das gerade mal bei mir geprüft. Auf den Auszügen der ING DiBa steht der Ex- und Zahltag sowie Valuta.
PP nutzt bei mir korrekt den Zahltag für die Buchung.

Habe nochmal intensiver getestet:
Ich habe in meinem DiBa-Depot deutsche, US- und kanadische Wertpapiere.
Bei meinen deutschen und US-Papieren funktioniert es, d.h. es wird die Zeile mit “Zahltag” ausgelesen.
Nur bei den kanadischen wird der “Ex-Tag” genommen.

Hallo,
bei mir tritt das Problem jetzt doch auch auf. Bei meiner Altria Aktie z.B. wird statt des Zahltags der Ex- Tag übernommen.
Wäre schön wenn das im Programm korrigiert würde.

Aus meiner Sicht ist das das richtige Datum, so dass die Performance korrekt berechnet wird, auch wenn der Kontostand dann temporär nicht stimmt, siehe oben.

Also mir wäre der Zahltag lieber, denn das ist das Datum ab dem ich über den Betrag verfügen kann. Es handelt sich ja dabei auch um den offiziellen Ausschüttungstag der Aktiensegelschaft.
Ich glaube mich erinnern zu können, dass die meisten es so gesehen haben.

Zwischen Ex-Tag und Zahltag liegt gerade bei vielen US Aktien bis zu 1 Monat.

Bei den meisten meiner Positionen wird von PP schon bisher der Zahltag genutzt, es müsste ja zumindest einheitlich sein und dann bin ich für den Zahltag :wink:

Das ist richtig. Aber zur Berechnung der Performance ist die Liquidität nicht entscheidend. Ein Festgeld erfasst Du ja auch in PP und zählst es zu Deinem Vermögen, obwohl Du darüber (aktuell) nicht verfügen kannst. Genauso gehört die Dividende zu Deinem Vermögen, auch wenn sie noch nicht auf Deinem Konto gutgeschrieben ist.

Das ist ein guter Punkt, denn meines Erachtens ist es genau nicht so.

Der Ex-Tag ist einheitlich. Die Gutschrift der Dividende kann sich auch abhängig von der Depotbank verzögern.

Ich glaube hier gibt es ein Definitionsproblem. Der Ex-Tag ist der Tag des Dividendenabschlags und hat bei US Aktien nichts mit dem Zeitpunkt der Ausschüttung zu tun.
Der Ausschüttungstag wird ebenfalls von der Aktiengesellschaft bekannt gegeben und ist der Tag ab dem ich offiziell über die Dividende verfügen kann. Dieses ist oft erst einen Monat später. Dieser Tag ist im Kontoauszug der Zahltag und soll erfasst werden.

Das Geld kann dann, je nach Depotbank tatsächlich etwas später ankommen.

Dann lass uns doch mal ein paar Begriffe definieren, z.B. nach http://www.dividend.com/dividend-investing-101/dividend-dates/

  • Ex-dividend date: Der Tag, ab dem die Aktie mit Dividendenabschlag gehandelt wird.
  • Payment date: Der Tag der Gutschrift der Dividende.

Es gibt noch weitere Termine rund um eine Dividendenzahlung (record day, etc.), die aber hier nicht relevant sind.

Der Begriff “Ausschüttungstag” ist m.E. nicht eindeutig definiert.

In PP gibt es für eine Dividendenbuchung nur ein Datumsfeld. Es stellt sich daher die Frage, wie man die komplexe Realität auf ein einfaches Modell abbildet. Bei solch einer Abbildung werden zwangsläufig Fehler entstehen, weil das Modell einfacher ist als die Realität.

Man kann jetzt ex-dividend date in PP buchen. Das hat zur Folge, dass die Dividende in PP bereits auf dem Konto gutgeschrieben ist, obwohl sie in Realität noch nicht da ist, d.h. Die Liquidität ist dann falsch dargestellt.

Alternativ kann man payment date in PP buchen. Das hat zur Folge, dass die Vermögensverhältnisse und damit die Performance nicht korrekt abgebildet werden.

Einen Tod muss man sterben (solange PP nur ein Datumsfeld dafür hat). Ich plädiere dafür, lieber die Vermögensverhältnisse und die Performance der Aktien korrekt abzubilden und dafür Fehler/Abweichungen bei der Liquidität auf dem Verrechnungskonto in Kauf zu nehmen mit dem einfachen Grund, dass der Fokus von PP auf der Performanceberechnung liegt.

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Und hier sehe ich es persönlich etwas anders.
Solange die Aktiengesellschaft keine Ausschüttung vornimmt, habe ich keine Vermögensverhältnisse. Der Ex-Dividend Tag sagt nur, dass ich berechtigt bin eine Dividende zu bekommen.
In mein Vermögen geht sie erst am Ausschüttungstag über. Ob wir die Ausschüttung dabei “Payment date” oder auf Deutsch “Ausschüttungstag” nennen ist dabei unerheblich.

Ich denke es wäre sinnvoll mal die Nutzer zu fragen, was ihnen lieber ist.

Hallo, ich gebe noch eine weiteren Aspekt zu bedenken. Wenn ich nach dem Ex-Tag (aber vor dem Zahltag) die Aktien (oder einen Teil davon) verkaufe, würde ich bei Buchung in PP am Zahltag auf eine Aktienposition buchen, die ich u.U. gar nicht mehr im Portfolio habe. Dann paßt die Performance erst recht nicht mehr.
Daher buche ich die Dividende auf den Ex-Tag und dann stimmt auch jede Performancerechnung in PP.
Ich teile das Argument, dass ich mit dem Ex-Tag ja die Dividende quasi schon besitze, sie ist nur auf einem anderen Konto, dem der Bank (oder Firma,…)
Bitte bei Ex-Tag belassen.

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Auch wenn ich es gerne anders hätte, sollte es dann aber einheitlich sein. Momentan wird bei einigen Positionen der Ex Tag und bei anderen der Ausschüttungstag übernommen.

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Genau genommen hast Du z.B. auch bei einem Zertifikat “nur” das Recht. Aber das ist eben auch etwas wert.

Die Übersetzung von payment date ist aber Zahlungstag, nicht Ausschüttungstag. Evtl. kommt daher auch ein Missverständnis.

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Also ich hab den Thread ja gestartet und bin natürlich dafür, das Payment Date, d.h. das Ausschüttungsdatum zu nehmen. :slight_smile:

Ein Missverständnis liegt hier übrigens keines vor. Denn der Begriff Ausschüttungsdatum wird so auch auf der deutsch übersetzten Nasdaq-Seite genannt. Und auf der Wertpapierabrechnung der ING-DiBa heißt es dann eben Zahltag. Handelt sich aber um das identische Datum.
Abweichend ist dann höchstens, wann das Geld dann tatsächlich aufs Konto kommt (Valuta/Wertstellung). Dies kann je nach Bank dann 1-2 Werktage nach dem Zahltag/Ausschüttungsstag sein.

Wie schon geschrieben wurde, hat man ja ab dem Ex-Tag das Anrecht darauf, die Dividende zu bekommen. Und zwar ist die Dividende von der Gesellschaft zugesagt, dass sie am Zahltag (oder wie auch immer man ihn nennt) kommen wird, und nicht früher. Es ist auch nicht am Ex-Tag, sondern zur Auszahlung, dass ich die Wertpapier-Ertragsabrechnung von der Bank bekomme und das Geld auf meinem Konto landet.

Zur Info:
Bei meiner Dividendenabrechnung vom 28.11.2017 der Royal Bank of Canada (CA) wird beim Import (ING-DiBa) der Ex-Tag genommen, also 25.10. anstatt Zahltag 24.11.
Bei meiner Div.-Abrechnung zu Realty Income (US) vom 19.12. der DiBa wird als Importdatum dagegen der Zahltag 15.12. genommen, und nicht der Ex-Tag 30.11.
Bei Dividende von Red Electrica (ES) vom 05.01.2018 wird wiederum beim Import das Ex-Datum 03.01. genommen, und nicht nicht der Zahltag 05.01.
Die Ertragsgutschrift eines ETFs (deutsche ISIN, USD-Notierung) vom 13.07.2017 wird importiert mit dem Zahltag 10.02.2017, und nicht mit dem Ex-Tag 19.01.2017.

Unabhängig von den unterschiedlichen Wünschen verschiedener Nutzer bemerke ich also, dass es offenbar in PortfolioPerformance nicht konsistent gehandhabt wird.

Ich bitte darum ein (das) Datumsfeld für die Dividendenzahlung dem Ex-Tag vorzubehalten. Bei Performancevergleichen via Datenreihe stimmen die Charts sonst 1-2 Monate lang nicht, da der Kurs bereits exDiv ist.

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Man bräuchte wirklich zwei Datumsfelder - eines für den Ex-Tag und eines für den Ausschüttungstag.

Denn beide sind wichtig:
Der Ex-Tag beeinflusst die Performance des Wertpapiers, da hier ein Dividendenabschlag auf den Kurs einwirkt. Andererseits wirkt sich erst der Ausschüttungstag auf die Liquidität und damit auf den aktuellen Saldo auf dem Konto aus. Beide Berechnungen sollten stimmen - Ihr habt also irgendwo beide Recht :wink:

Die eigentliche Wertstellung auf dem Konto würde ich außen vorlassen, da sie je nach Bank unterschiedlich und für die Performance nicht relevant ist.

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Ich möchte es so haben, wie es die US-Depotbanken handhaben: Am Ex-Date erfolgt der Abschlag und am Payment Day = Ausschüttungstag erfolgt die Transaktion/Gutschrift. Da ich alles manuell in PP einbuche, habe ich damit auch kein Problem.

Störend finde ich, dass ich bei US-Dividenden zwar die fällige Abschlagszahlung von 15% in das Steuern-Feld eintragen kann, es aber kein Feld gibt, wo man die Differenz zur deutschen Steuer eingeben könnte. Damit sind Netto-Summenwerte bei gemischten Portfolios mit deutschen und ausländischen Aktien unmöglich.

Auch wenn der Ex-Tag als Importdatum genommen wird, stimmen die Datenreihen 1-2 Monate lang nicht. Weil die Abrechnung vom Broker ja erst mit der Ausschüttung kommt, und du dann erst das Dokument in PP importieren kannst.

Nicht ganz.
ich halte einen Fonds seit 10 Jahren, der die letzten Jahre monatlich ausschüttet. Mit der Erfassung als Dividende zum Ex-Tag entspricht der Chart i.w. der thesaurierenden Klasse. Nur der letzte Monat fällt kursmässig ab, bis ich Ausschüttung erfasse.
Im anderen Fall hätte ich über den gesamten Zeitraum einen Sägezahn Chart.

Genau, ich habe auf den aktuellsten Ausschüttungszeitraum abgezielt: Du kannst die Dividende erst importieren, wenn die Abrechnung vom Broker kommt. Und diese wird nicht am Ex-Tag verschickt, sondern erst zur Ausschüttung. Demnach wäre deine Datenreihe zwischen jüngstem Ex-Tag und noch nicht gewesenem Zahltag inkorrekt. Erst mit dem Import der Abrechnung am Zahltag wird sie rückwirkend “korrigiert”.

Und bei Monatszahlern liegen vemutlich auch weniger Tage zwischen Ex- und Zahltag, als bei Quartalszahlern.

Danke @chirlu für den verlinkten Beitrag. Abgeschlossen ist die Diskussion in dem Thema ja nicht. Ist es vielleicht möglich, das Fenster für Dividenden anzupassen, dass beide Daten (Ex-Date und Zahlbarkeit) eigetragen werden (können)? Für die Performance wird dann das Ex-Date genutzt für die Gutschrift das Zahlbarkeitsdatum.

Das würde vermutlich ein „verstecktes“ Transferkonto im Hintergrund erfordern, oder? aber wenn das funktioniert wäre das ein super Feature.