Performancevergleich

Hallo zusammen,

ich habe derzeit noch einen fondsbasierten Riester-Vertrag, der je nach Marktsituation, in andere Teilfonds umschichtet kann und dies in der Vergangenheit auch getan hat (leider). Um herauszufinden wie meine Performance ist habe ich in PP ein neues Depot (Depot A) angelegt und dort alle Käufe und Umschichtungen erfasst (alles als Ein-/Auslieferungen). Ich habe anschließend alle in PP angezeigten absoluten Wertentwicklungen pro Jahr mit dem Depotauszug verglichen und es passt genau. Die ganzen Erfassungen waren also korrekt. Um zu wissen wie der Riester-Vertrag als ganzes performt hat, habe ich den IZF auf Depotebene (Depot A) berechnet.

Frage 1: Ist diese Vorgehensweise, im Hinblick auf die ganzen Umschichtungen, so korrekt? Für den IZF sollte es doch egal sein ob es 1 Vertrag oder ein ganzes Depot sein oder? Jeder Teilfonds wurde natürlich als eigene ISIN mit historischen Kursen angelegt damit die Umschichtungen korrekt sind.

Anschließend wollte ich vergleichen wie ein alternatives Investment in den MSCI World gelaufen wäre. Dazu habe ich zuerst die TTWROR (ohne Cashflows) berechnen lassen und verglichen. Da habe ich schon leicht Schnappatmung bekommen :smiley:

Frage 2: Ist diese Vergleich korrekt wenn ich alle Teilfonds (Depot A) als 1 TTWROR mit einem einzelnen MSCI World Vergleiche?

Dann wollte ich den IZF vergleichen wenn ich alle Einzahlungen alternativ in den MSCI World vorgenommen hätte. Ich habe dann nochmal ein neues Depot angelegt (Depot B) und hier alle Buchungen aus dem Riesterfonds übernommen (allerdings nur aus dem Hauptfonds, ohne Umschichtungen; habe die CSV-Datei entspricht angepasst usw.). Per heute hat der Riester-Vertrag alle Stücke in dem Hauptfonds. Ich habe die Zulagenzahlungen als Einzahlung im MSCI World berücksichtigt, damit die Einzahlungen wirklich identisch sind. Dann habe ich den IZF des Depot A (Riestervertrag inkl. aller Teilfonds) mit dem IZF des Depot B (MSCI World) verglichen.

Frage 3: Kann man das so machen? Habe ich hier einen Denkfehler wegen den Umschichtungen?

Denkt ihr diese Vorgehensweise ist korrekt? Es geht mir jetzt nur um die Fondsentwicklung, natürlich habe ich bei dem Riester eine andere steuerliche Handhabung. Aber das in den Vergleich miteinzubeziehen war mir zu kompliziert - falls dies überhaupt möglich ist.

Ich möchte den Riester stilllegen und wollte zuvor wirklich mal die Performance ermitteln. Das war alles gar nicht so einfach. Der Jahresauszug weist nur eine absolute Performance aus und das Online banking nur den Kursgewinn. Aber aussagekräftig ist das natürlich nicht.

Vielen Dank für eure Hilfe.

Die Zulagen würde ich als Dividende buchen, damit diese im Gegensatz zur Einzahlung bei der Rendite berücksichtigt werden.

Beim ETF sollten ggf. Depotgebühren, Sparplankosten, Vorabpauschale etc. berücksichtigt werden. Und hättest Du wirklich alles in einen ETF gesteckt oder tust Du das in dem Vergleich (unterbewusst) weil Du bereits die Entwicklung des ETF kennst?
Die Intension ist klar, der Vergleich schwierig. Vermutlich wären die ETF Einzahlungen auch anders verlaufen. Sollte man alles zumindest im Hinterkopf behalten.

Danke für deine Antwort. Ich habe ein Vielfaches von dem Riesterbeitrag parallel in den MSCI World investiert. Auch schon bevor der Vertrag angelegt wurde. Die Einzahlungen wären also genauso gelaufen und würden es auch in der Zukunft tun. Ist aber dennoch ein guter Punkt von dir.

Das Thema Vorabpauschale macht die Sache natürlich nicht einfacher, stimmt. Die letzten Jahre lief diese immer gegen meinen FSA und Verlusttopf. Habe sie daher in der Vergleichsrechnung ignoriert, insbesondere da diese bei einem Verkauf später angerechnet wird. In den kommenden Jahren werde ich aber diese wohl zahlen müssen.

Das habe ich bislang nicht gemacht. Also als Dividende aufs Verrechnungskonto und dann als Kauf vom Verrechnungskonto oder? So habe ich es bei Erträgen mit automatischer Wiederanlage im Fonds auch gemacht.

Genau Zulage als Dividende aufs Verrechnungskonto und vom Verrechnungskonto kaufen. Ich würde die Zulage als performanceverbessernd betrachten.