Rebalancing-Ziel im Zeitverlauf verändern

Hi,

ich habe mal eine Frage zum Thema Umschichten.

Angenommen mein Ziel sei ein Buy&Hold Weltportfolio nach Kommer (o.ä.) und ich starte zunächst mit einem oder zwei ETFs (z.B. um die Kaufkosten gering zu halten oder Sparplan fähige ETFs zu nutzen).

Wenn ich dann später irgendwann ein gewisses Volumen bzw. Einkommen zur Verfügung habe möchte ich evtl. auf mehrere ETFs wechseln (z.B. wg. niedrigerer Kosten bzw. besserem Balancing).

Wie bilde ich das am besten ganz konkret mit PP ab?

Ich finde den Rebalancing View in diesem Fall etwas verwirrend, da ich die Altbestände ja nicht verkaufen will. Ich möchte einfach nur neue Investitionen in andere ETFs tätigen und trotzdem in Summe möglichst die geplante Zielallokation erreichen. Das müsste ja mit PP möglich sein.

@tex,
ich bin in einer ähnlichen Situation, weil ich einen Altbestand, der von der Stückzahl und dem Gesamtwert nicht in mein Konzept passt, in ein Portfolio integriert habe. Auch mein Portfolio soll mit der Zeit um zusätzliche ETFs erweitert werden.
Ich habe nun vor, den einen Fonds im Laufe der Zeit vom Wert und der Stückzahl her „abzuschmelzen“, d.h. einige Teile davon zu verkaufen, um den prozentualen Anteil dieses Fonds den anderen anzupassen. Das kann auch in mehreren Abschnitten erfolgen. Wenn dann später zusätzliche Fonds dazukommen, schwebt mit vor, entweder - je nach Marktentwicklung der vorhanden Fonds - diese prozentual direkt von Anfang an den anderen anzugleichen oder bei den vorhandenen Fonds Anteile zu verkaufen, um die Gesamtgröße des Portfolios und die Gewichtung der einelnen Fonds meinen Vorstellungen anzupassen.
Diese Vorgehensweise beansprucht also ein Ausbalancieren mehrerer Stellschrauben, aber gerade das macht eben den Spaß und nach Vorliegen von einigen Erfahrungswerten auch den Erfolg aus.

Vielleicht habe ich dein Problem auch nicht ganz verstanden, aber ich sehe da kein Problem, das mit PP abzubilden. Wenn neue ETFs dazu kommen, sortierst du sie einfach in deine Asset Allocation ein. Ein Beispiel von mir:

  • Risikoreicher Anteil
    • Aktien entwickelte Länder 60%
    • Aktien Schwellenländer 30%
    • Immobilien 10%

Ich hatte zuerst für entwickelte Länder ein ETF auf Small Caps und ein ETF auf Value. Als es die ersten Multi-Factor ETFs gab, wollte ich der Einfachheit halber darauf umsteigen. Also habe ich ab dann Multi-Factor ETF gekauft. Den sortiere ich in meine Kategorie „Aktien entwickelte Länder“ ein. Meine Asset Allocation hat sich nicht geändert. Es sind nur mehr ETFs vorhanden, die z.B. entwickelte Länder abbilden. Wenn ich irgendwann möchte, kann ich auch die Prozente anpassen. Trotzdem würde PP mir ganz übersichtlich anzeigen, welche Kategorie über- oder unterbewertet ist.

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Vielleicht denke ich auch nur zu kompliziert.

Was mich im Rebalancing View verwirrt ist die Spalte „Delta Stücke“.
Sehr praktisch bei einem Wertpapier / ETF pro Ebene.
Aber wie interpretiere ich eine „Delta Stücke“ != 0 wenn ich mehrere alternative ETFs pro Ebene habe? Als logisches „ODER“?

Alternative Wertpapiere? Du definierst doch je Kategorie und Wertpapier eine Soll-Gewichtung :thinking:

Nein, das ist ein logisches UND. Bei mehreren ETFs pro Ebene zeigt dir die Spalte an, wieviele Stücke du von jedem ETF kaufen/verkaufen musst, um auf der Ebene insgesamt wieder bei deiner gewählten Allocation zu landen. Diese Spalte ist aber nur hilfreich, wenn du alle ETFs einer Ebene auch weiter besparen möchtest. Wenn du nur einen ETF weiter besparen möchtest, arbeitest du besser mit dem Deltawert auf der Ebene. So mache ich es. Pro Ebene ist nur ein ETF „aktuell“, also den ich bespare. Und den kompletten Deltawert investiere ich dann in diesen einen ETF. Ich habe für mich die Spalte „Delta Stücke“ ausgeblendet, da ich sie nicht benötige.