Ok, dann spielt für die Bewertung des Depots der Einstandswert keine Rolle?
Der Einstandswert wirkt sich auch nicht auf die Ermittlung des Gewinns aus?
Und alles hat auch keinen Einfluss auf die Performance?
Dann braucht PP ja auch keine Einstandswerte ermitteln.
Einzig durch Bruchstückverkauf könnte sich zwischenzeitlich (bis zum Verkauf der letzten Aktie) der steuerliche Gewinn verschieben, begrenzt aber auf den Gewinn aus dem Bruchstück.
Vielen Dank@shka
Endlich jemand, der auch eine konkrete Lösung anbietet, und nicht nur sagt, ich denke falsch, weil es nicht um Steuern geht.
So ergibt es mehr Sinn und erscheint mit richtig. Da hatte ich in der Tat einen Denkfehler. Aber das hatte m. E. nichts mit der steuerlichen Behandlung zu tun, sondern mit der mir unklaren Vorgabe, wie die Gratisaktien zu bewerten sind und zu wann sie eingebucht werden.
Das wird eine üble Rechnerei.
In meinem Fall waren es
15.02.2022 1,0299 Stück 150 €
2022 Gratisaktien 0,10299 Stück für Bestand bis Schlusstag 06.06.2022
Gratisaktien für alle Käufe seit 15.2.22
Stück 0,2978 Schlusstag (10.06.2024)
So geht das dann wohl alle 2 Jahre.
Hmm, das verstehe ich nicht, wie du das meinst.
Bruchstücke kann man bei den meisten Brokern zwischendurch nicht verkaufen. Sondern nur bei Komplettverkauf, bzw. bei Depotwechsel. Also wenn keine ganzen Stücke mehr übrig sind, sondern nur noch Bruchstücke.
Ansonsten: Mir fällt keine Alternative ein, wie die Gratisaktien konkret verbuchen könnte.
Das mal so als Frage in den Raum geworfen an all die, die sagen ich bin auf dem falschen Dampfer, weil es in PP nicht um die Abbildung von Steuern geht. Richtig! Darum geht es nicht. Es geht um die Ermittlung des Einstandswertes und wie ich diese kostenlosen Aktienzugänge bewerte (Kurs) und zu welchem Zeitpunkt .
Mir zu sagen, dass ich falsch denke hilft mir recht wenig, wenn man mir nicht zeigt, wie es PP-mäßig richtig ist.
Wie ermittle ich denn den Wert und zu welchem Zeitpunkt, damit die Performance stimmt?
Wie mache ich das, wenn es nur um die Performance geht?
Welchen Kurs nehme ich und welches Datum?
Diese Frage wurde leider nicht konkret beantwortet.
@Heinz-Otto
Du musst einen Split am 06.06.2024 buchen. In PP im entsprechenden Eingabefenster
Split 11 für 10
lasse die Option Buchung umrechnen aktiv. Deaktiviere, in diesem Fall, die Option Historische Kurse umrechnen. Fertig.
Damit ersparst du dir eine komplizierte Rechnerei und Korrektur deiner vergangenen Käufe/Verkäufe. PP macht es für dich. FIFO wird automatisch betrachtet.
Die ganze (korrekte) Steuerberechnung beim Broker und FA kannst du eh nicht in PP abbilden und ist hier in PP auch irrelevant. Das musst du mit dem Broker/FA klären, wenn die da Mist bauen. Du hast ja oben schon die richtigen Artikel/Urteile dazu gepostet.
Am Ende hast du dann für z.B. 10 gekaufte Aktien für gesamt 55 € an Tag x automatisch 11 gekaufte Aktien für gesamt 55 € an Tag x.
Vorher für 5,50 € je Stück, danach halt 5,00 € das Stück, die Summe bleibt gleich.
Der Kaufkurs der Aktie an Tag x sinkt, der Gewinn bei Verkauf steigt entsprechend an und dadurch auch die Steuersumme. Am Ende ist es wieder ein Nullsummenspiel, so als ob du gerade eine Dividende bekommen hättest, die du gleich versteuert hättest müssen.
Spart ein bisschen Arbeit, dafür kannst du aber nicht nachvollziehen, welcher Teil deines Bestandes durch eigene Käufe und welcher Teil durch Gratisaktien zustandekam. Wenn man das will (und ich würde das wollen), kommt man um das Erstellen einzelner Buchungen nicht herum.
Bei mir machen das die Broker automatisch, damit ich immer nur ganze Aktien im Depot habe. Kann aber vielleicht auch damit zusammenhängen, dass die unrunden Splits immer bei Aktien waren, die nicht überall gelistet sind.
Aber wie schon mehrfach hier geschrieben, du braucht nicht zu rechnen (außer um die grauen Zellen zu trainieren). Nutze in PP die Aktiensplit-Funktion, die passt perfekt. Nur vielleicht in einer Demodatenbank vorher mal testen, wie rum das Ausgabeverhältnis einzutragen ist. Es müssen ja auch die historischen Tageskurse angepasst werden (zumindest bei “typischen Gratisaktien”, kenne deinen Fall nicht genau), und das wäre mir manuell zu viel .
Also nach meinem Verständnis sind Gratisaktien im Standardfall nichts weiter als eine Neuausgabe von Aktien, ohne dass sich der Gesamtwert, der allen Aktien entgegensteht ändert. Damit eine Verwässerung der Aktie und Kursverfall. So wie hier Gratisaktie: Definition im FAZ.NET Börsenlexikon
Und damit komplett identisch mit typischem Aktiensplit. Und da die jungen Aktien auf den Zeitpunkt der Anschaffung der alten Aktien fingiert werden würde dann bei Auswertungen vor dem Ausgabedatum ohne Kurskorrektur ein zusätzlicher Kursgewinn dargestellt werden, der sich durch den Kursverfall am Ausgabedatum wieder ausgleicht.
Das wäre meine typische Gratisaktie. Sonderfälle, wo nur ein Teil der Aktionäre in den Genuss der neuen Aktien kommt (Bonusaktien u.a.) lasse ich mal außen vor.
Du beschreibst einen Aktiensplit. Warum nennt man das dann Gratisaktien und nicht Aktiensplit? Der Begriff Gratisaktien deutet doch darauf hin, dass ich am Ende wertmäßig zusätzliches habe, während ein Aktiensplit den Wert beibehält (schreibst du ja selbst). Wenn ich 20 EUR in vier Fünfeuroscheine wechsle, nenne ich das doch auch nicht Gratisscheine. Ich würde daher Gratisaktien eher mit Stockdividenden vergleichen.
Die ausgebenen Aktien können doch auch eine andere Herkunft haben als durch einen Split aus der dünnen Luft: Z.B. kann die Gesellschaft diese Aktien im eigenen Besitz haben und die Gratisaktien sind Teil des Vergütungssystems, etc. Sieht man ja öfter in “transaction in own shrares”-adhocs als Begründung für ebendiese.
Ich muss mal schauen, wie Consors das bei CR Energy verbucht, bei dem der Bilanzgewinn statt einer Bardividende für die Ausgabe von Gratisaktien verwendet wird.
Aktiensplit = Versuch, den Kurs aus einem optisch sehr hohen oder unschön niedrigen Niveau (Reverse split) auf ein “besseres” Niveau zu bringen. Schöpfung aus dem Nichts bzw. Vernichtung ins Nichts.
Gratisaktien = Ausgabe neuer Aktien durch Umwandlung von Rücklagen (der Wert der Rücklagen war aber im Kurs der Altaktien eingepreist) und keine effektive Kapitalerhöhung.
Genau wie beim Split hast du dann mehr Aktien, und genau wie beim Split steigt der Gesamtwert der Aktien nicht ceteris paribus. Keine rein psychologischen Effekte wie “optisch günsterer Kurs” und “oh ich bekomme was gratis” berücksichtigt.
Aber besser wir beenden das hier, da die fehlende Altkursanpassung nach meiner Ansicht auch nur einen zeitlich eingeschränkten Effekt besitzt und auf die Performancebetrachtung zum aktuellen Stichtag keine Auswirkung hat. Und das ist ja für die meisten die relevante Betrachtung.
Sind gestern reingekommen, ja und wie sich der Kurs verhält, ist nicht weiter überraschend. Consors bezeichnet die Aktien als “Berichtigungsaktien” (hatte ich bisher auch noch nicht) und wurden nicht wie Stockdividenden, sondern wie bei einem Aktiensplit verbucht. Entsprechend findet sich jetzt in der Transaktionshistorie kein zusätzlicher Eintrag (was bei Stockdividenden der Fall wäre), sondern die bestehenden Transaktionen weisen jetzt eine höhere Stückzahl und geringeren Einstandspreis auf.
Daher werde ich das bei mir in PP jetzt als Aktiensplit buchen und nicht als Stockdividende mit Dividende und anschließendem Kauf.
Ich bin durch Meldung neuer Beiträge auf diesen Thread gestoßen.
Fakt ist, auch die Finanzämter wissen nicht genau, wie man das berechnet!
Bin bis zu Oberfinanzdirektion. Das Ministerium hat auf Anfrage gar nicht geantwortet.
Was allen unklar ist.
Welche Aktien gelten als Altaktien, wenn man mehrere Käufe getätigt hat.
Konnte mir keiner beantworten.
Air Liquid gibt idR alle 2 J. diese Gratisaktien heraus. Und zwar auf den jeweiligen Bestand.
Vereinfachtes Beispiel
Kauf 10 St. - 2022
Kauf 10 St. - 2023 = 20 St.
Gratisaktien 2 St. - Jan. 2024 = Neuer Bestand 22 St.
Kauf 10 St. - April 2024 = Bestand 32 St.
Kauf 10 St. - 2025 Bestand = 42 St.
Gratisaktien 4,2 St. - 2025 = Bestand 46,2 St.
Bei einem Sparplan wird es noch komplizierter, da hat man dann ja jede Menge “Altaktien”.
Und was sind nun die Altaktien?
Der Bestand aus 2024 inkl. Gratisaktien, oder die aus dem aller ersten Kauf?
Die Diba gibt keine Auskunft. Das FA sagt es nimmt die Werte, die die Bank übermittel. Sind diese falsch, Pech gehabt. Die rechnen da nicht nach.
Na klasse. Würde wohl nur über einen Widerspruch gehen und dass man alle Belege einreicht. Dann müssen die eigentlich nachprüfen. Nutzt nur nichts, wenn die selbst nicht wissen, wie das berechnet wird.
Es lebe das komplizierte deutsche Steuerrecht, die Macht der Banken und die mangelnde Transparenz.
Um das zu vermeiden war “damals” die Empfehlung ein neues (Teil)-Depot aufzumachen und so eine klare Trennung zwischen Altaktien und neuen zu haben. Da kann es vielleicht noch Diskussion wegen der Gratisaktien geben aber wenn man die nicht als Altbestand angesehen bekommt. dann transferiert man sie halt ins andere Teildepot.
IMHO sind Gratisaktien aber wie eine Dividende zu bewerten, mit der man Aktien nachkauft. Entsprechend sind das dann neue Aktien und nicht Teil des Altbestands.
Und was bringt mir das? Es geht doch darum, wie und welche Aktien, bzw. die welche Anschaffungskosten (FiFo) geändert werden. Der Einstandspreis wird definitiv angepasst.
Bis heute blicke ich nicht, wie genau man das bucht. Ist auch schon eine Weile her, ich bin gerade dabei, das nochmals aufzuarbeiten.
Denn jetzt in 2025 habe ich erneut Einbuchungen und Stornos von der Diba für 2024 erhalten. und schon 2024 gab es Einbuchungen und wieder Stronos über diese Gratisaktien.
Bestätigt, dass die Banken und das Finanzamt schlicht nicht wissen, wie es korrekt verbucht wird.
Für mich ist es wichtig, dass der Einstandspreis/Anschaffungswert identisch ist mit denen die die Bank zu Grunde legt.
Das Problem ist ja, was genau bei mehreren Gratisaktien als Altbestand gilt.
Und darüber hinaus, die Diskussion, ob man es als Split bucht, oder als Stockdividende. So jedenfalls meine Erinnerung an eine Diskussion (finde die gerade nicht mehr)
Du hast zwei Depots. In einem Depot befinden sich die Aktien, die du vor dem 01.01.2009 angeschafft hast und unter Altbestand fallen. Alle Käufe neuer Aktien machst du auf dem zweiten Depot. Du hast damit eine klare Trennung zwischen den beiden Beständen, der Einstandspreis der Aktien des Altbestandes bleibt unverändert und du musst nichts auseinanderdröseln, solltest du jemals Teile des Bestandes veräußern, was davon alt und was davon neu ist.
Nur bei dem Depot, bei dem es Transaktionen gibt, beim genannten Beispiel also beim neuen Depot.
Wie gesagt, betrachte ich Gratisaktien in keinem Fall als Teil des Altbestands und in so einem Fall würde ich versuchen, mit der Bank das hinzubekommen, dass diese gleich in zweite Depot gebucht werden und nicht in das mit den Altbestandsaktien.
Ich kenne nur den Stich"tag" 2009, was genau passierte denn 2018 und 2020, bei der Aktien davor in irgendeiner Form als “Altaktien” angesehen werden, die sich steuerlich von neueren unterscheiden?
Die Fragen sind in diesem Thread schon beantwortet worden.
Der Altbestand sind die Aktien die Du VOR der Ausgabe der Gratisaktien diesen Jahres hattest (also zählen auch die Gratisaktien der vorigen Jahre zum Altbestand diesen Jahres).
Für die Verbuchung hast du zwei Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, Split oder Stockdividende. Beide Optionen führen zum performancetechnisch gleichen Ergebnis.
Ein Split ist zudem auch steuertechnisch korrekt. Beim Split müssen allerdings auch die historischen Werte angepasst werden. PP macht dies aber alles automatisch. Anpassung der Käufe, Anpassung der Dividenden und (optional) Anpassung der historischen Werte.
Wie hast Du denn jetzt die letzten Gratisaktien verbucht?