Rabatte beim Aktienkauf (Mitarbeiteraktien vom Arbeitgeber)


#1

Hallo zusammen,

gibt es eine Möglichkeit Rabatte beim Aktienkauf von PP berücksichtigen zu lassen?

Ich bekomme beim Kauf von Aktien meines Arbeitgeber einen Nachlass von 20 %, d.h. die Aktien werden zum Stichtag zum tatsächlichen Kurs für einen von mir festgelegten Betrag gekauft. Allerdings erhalte ich dafür 20 % mehr Aktienanteile als die Rechnung (Betrag / Kurs).

Gibt es eine Möglichkeit dies von PP berücksichtigen zu lassen?


#2

Dann kannst Du einfach den Kurs entsprechend korrigieren, so dass Kaufpreis (in Summe) und Anzahl der Aktien wieder zueinander passen.

Siehe auch folgende Diskussion: Geschenkte Mitarbeiteraktien?


#3

Das ist eine gute Lösung. Vielen Dank. Allerdings wäre es natürlich schöner, wenn die Kurse korrekt wären.
Eine spezielle Funktion zur Berücksichtigung des Rabatts gibt es also nicht?


#4

Was ist an dem Kurs denn falsch?

Wenn Du 10 Aktien zu 100 Euro kaufst und dann als Rabatt zehn dazu bekommst, dann hast Du effektiv 20 Aktien für 1000 Euro bekommen. Das macht einen Kurs von 50 Euro. Und in meinen Augen ist der Kurs dann auch korrekt, wenn man das als eine Transaktion betrachtet.

Alternativ könntest Du es auch als zwei sehen. Einmal 10 Aktien zu 100 Euro und dann 10 Aktien zu 0 Euro. Aber welchen Unterschied macht das? (Abgesehen davon dass 0 Euro-Kurse nicht möglich sind.) Es ergibt in Summe den gleichen (Misch-)Kurs.


#5

Ich weiß, ich wärme hier alte Themen auf, aber ich lege halt auch gerade alles in PP an und mich treffen auch alle diese Themen.

Ich möchte das so machen:
10 Aktien verbuche ich als Kauf zum Kaufkurs.
20 Aktien verbuche ich als Einlieferung zum Kaufkurs (die 20 Aktien sind ein Geschenk aufgrund des Mitarbeiteraktienprogramms).

Spricht hier etwas dagegen?


#6

Ein Aspekt der hier bisher nicht erwähnt wurde aber sehr interessant ist, wäre wie man das steuerlich verbucht.
Wenn der Mitarbeiterrabatt bei einem Kauf von Anteilen für 2.500 € z. B. 20% beträgt, so werden diese zu 2.000 € gekauft. Der Rabatt beträgt also 500 €, hiervon wären dann 360 € steuerfrei und der darüber hinausgehende Betrag muss als geldwerter Vorteil versteuert werden. Diese steuerliche Belastung schmäler ja allerdings meine Rendite und sollte in die Performanceberechnung einfließen, um z. B. entscheiden zu können, ab/bis zu welchem Realkurs man das Papier ohne Verlust/mit Gewinn veräußern kann.

https://finanzkun.de/artikel/mitarbeiteraktien-steuerliche-behandlung/

Hat hier zu jemand eine Lösung?


#7

Ja, das läuft dann so ähnlich:

Der Basispreis sind die 2000 € und dazu kommt jetzt noch Dein steuerlicher “Nachteil” von den 140 € brutto (500 €-360 € steuerfrei).

Am besten nimmst Du dazu Deine Lohnabrechnung her und rechnest das Nettogehalt ohne diese zu versteuernden 140 € brutto aus. Die Differenz zum Nettogehalt mit dem geldwerten Vorteil ist dann der Betrag, der zum Basispreis von 2000 € noch dazu kommt (quasi Dein “Netto-Vorteil”).


#8

Hallo Sebastian,

danke für Deine Antwort.

Grundsätzlich hätte ich es auch so verbucht wie Du vorschlägst. Problem ist nur, dass Du die Steuerlast und damit den Netto-Vorteil zum Zeitpunkt des Kaufs noch gar nicht genau ermitteln kannst. Das ist im Prinzip ja erst mit dem endgültigen Steuerbescheid im nächsten Jahr möglich.