Steuerausgleich bei Verlust einpflegen

Hallo und viel Gesundheit an Alle!
Bisher wurde mir hier schon sehr gut geholfen, dafür noch mal herzlichen Dank!
Nun melde ich mich wieder mit einem neuen Problem :frowning:

Ich kan in PP nirgends einen Steuerausgleich „einpflegen“. Kurz zur Erläuterung. Wenn ich Aktien mit Verlust verkaufe, bekomme ich normale Abrechnung. Darüber hinaus erhalte ich immer zusätzlich eine Zahlung mit dem Betreff „Steuerausgleich entspr. Aktie“. Diesen möchte ich natürlich wieder Verwenden und somit mit ins Depot eintragen als „Gewinn/Zuzahlung“ oder wie auch immer, bzw. natürlich als Steuerausgleich für die bestimmte Aktie in Depot einbuchen.
Ich hoffe ich hab verständlich geschrieben. Viele Grüße!

Ich überlege gerade, aber entspricht das nicht einer Erstattung von Steuern? Dies wäre bereits vorhanden und kann dem Wertpapieren zugeordnet werden.

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@Ragas
Ja, genau das dachte ich auch. Das Problem dabei ist: Dass diese Summe des Steuerausgleichs nicht im Depot verrechnet wird. Denn wenn ich den absoluten Gewinn anzeigen lasse, wird diese Summe komplett ignoriert. Und die gehört meiner Meinung nach auf jeden Fall ins Depot - denn das zählt für mich zum Verlust dazu, sprich, dass dieser geschmälert wird.

jetzt muss ich doch noch mal fragen: Was ist dieser Steuerausgleich?

@Harry_Hirsch
Tzja, das weiß ich auch nicht. Ich weiß nur, wenn ich Aktien mit Verlust verkaufe, bekomme ich immer ein bissl Geld „zurück“ von meiner Bank und im Betreff steht „EFFEKTEN, STEUERAUSGLEICH“ und der Name der Aktie"

Hast du schon mal durchgerechnet, um was für für einen Steuerausgleich es sich handeln könnte? Tauchte das schon mal im Jahressteuerbescheid auf, oder wurde darin verrechnet? Supsekt!

Österreich? Steuerfragen sind nie unabhängig vom Land …

Nein nicht Österreich. Geht um Deutschland, sowohl Kontoinhaber als auch Bank sind hier.

Ich habe keinen Steuer ausgleich bekommen bis jetzt. Ich habe null Ahnung, ist mir bis jetzt auch noch nie aufgefallen, dass ich da immer Rückzahlungen bekomme. Und mein Pauschalfreibetrag habe ich bereits direkt Anfang Januar mit einem Aktienverkauf (Gewinn) aufgebraucht. Also kann es damit auch nichts zu tun haben.

Es wird halt eine rückwirkende Verlustverrechnung sein, nur die Bezeichnung ist seltsam.

@chirlu
Und wo kann ich das nachvollziehen? Ich habe das schon mehrfach gegooglet aber bin nicht schlau geworden?

Und das hilft, ja bei meinem am Anfang beschriebenen Problem auch nicht, denn ich kann es ja nicht richtig in PP eintragen, so dass er dass in der G/V Berechnung berücksichtigt. :confused:

Wenn ein Posten in der Abrechnung der Bank unklar ist, fragst du nicht nach, weil? Den Weg können wir dir nicht abnehmen. Könnte aber mit der Vorabpauschale zusammen hängen.

Hallo Purist,
wenn wir wissen, welche Art der Rückzahlung es ist, können wir eventuell herleiten, wie du sie in PP am besten pflegst.

Beispiel für Verlustverrechnung: Du verkaufst A mit 100 Euro Gewinn. Darauf fallen 25 Euro Steuer an. Nun verkaufst du B mit 60 Euro Verlust. Also hast du insgesamt nur noch 40 Euro Gewinn, worauf 10 Euro Steuer fällig sind. Die zu viel gezahlten 15 Euro gibt es zurück.

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Hallo @Purist,

wenn es das ist, was @chirlu schreibt, dann ist es eine Steuerrückerstattung.

@Harry_Hirsch
Das was @chirlu beschreibt, könnte stimmen. Allerdings muss man doch sowas auch nach schauen können. Möchte fast bezweifeln, dass mir in meiner Bank von meiner VM-Berater/in richtig beantwortet werden kann.
Und du (@Harry_Hirsch ), hast damit recht, das dachte ich eben auch, dass ich das so einbuchen kann. Das Problem dabei, ist nur, dass diese Summen absolut null in der Performance-Zahl G/V berücksichtigt werden. Sprich im Depot.
Nur in den Umsätzen bei Kontos erscheinen dann diese Buchungen.

Hallo,
ich glaube Steuern werden nicht in der Performance berücksichtigt. Steuern sind sehr individuell und daher ist alles „vor Steuern“.

Es wäre aber schon wichtig sonst muss ich ja weiterhin mit Excel rummachen und immer die Summe aller aus Aktienverlusten herorgehenden Steuerrückerstattungen/Ausgleiche auf die Performence summe addieren.
Wäre es nicht möglich wenigstens ein Widget dafür zu machen, wo man Gesamtperformance+Steuerrückerstattungen anzeigen lassen kann? Ist sonst wirklich irgendwie blöd.

Viele Grüße!

Ich stehe vor demselben Problem:
Beim gewinnreichen Aktienverkauf kann ich Gebühren und Steuern richtig eintragen da die Steuern positiv sind.
Verlustverkäufe enthalten allerdings bei meiner Bank sofort die zurückerstatteten Steuern als Optimierung. Dafür muss ich in der Verkaufsmaske eine negative Zahl bei Steuern eintragen, was nicht möglich ist.
Den zurückerhaltenden Steuerwert direkt von der Gewinnsumme abziehen sehe ich nicht als Lösung an, da dann die Statistiken über gezahlte Steuern nicht mehr stimmen und man nicht mehr nachhalten kann, wie viele Steuern im Zeitraum noch „übrig“ sind. Dann würde nämlich nur die gezahlte, jedoch nicht die zurückerhaltende Steuer gezeigt.

Warum lässt das Steuerfeld denn keine negative Summe zu? Das wird die Eingaben extrem vereinfachen. (Eine zweite Buchung für die Steuerrückerstattung ist wegen des Importers auch schwierig…)

Kannst Du das verdeutlichen? Verstehe ich nicht.

Deutsche Verhältnisse angenommen:
Zurückerstattete Steuern bei einem Verkauf mit Verlust setzen doch vorraus, das zuvor schon soviel Gewinne gemacht wurden, das 1. schon der FSA aufgebraucht war und 2. darüber hinaus Gewinne da waren für die Steuern gezahlt wurden.
Ansonsten würden die Verluste doch nur den schon angeknabberten FSA wieder erhöhen, oder einfach nur als Verlusttopf rumliegen.

Was meinst Du mit „wie viele Steuern im Zeitraum noch „übrig“ sind“?

Wenn Du eine Rückerstattung erhälst, dann doch in der Regel für Papiere die Du in der Vergangenheit mit Gewinn verkauft hast und Steuern zahlen musstest. Mittels des Buchungstyps „Steuerrückerstattung“ im Verrechnungskonto kannst Du die Erstattung an diese Papiere binden. Macht m.E. mehr Sinn als die Verknüpfung mit dem Verlustpapier.

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Ja klar. Ich mach am Besten ein Beispiel (Gebühren mal außen vor):

Angenommen, ich kaufe mir Aktien im Wert von 10k€ und verkaufe diese anschließend für 20k€. Dann zahle ich dafür etwa 2500€ an Steuern, die ich Feld Steuern in der Verkaufsmaske entsprechend eintrage. In diesem Beispiel stände da also etwas wie 20k€ im oberen Feld und unten drunter -2500€ an Steuern.

Danach kaufe ich mir wieder Aktien im Wert von 10k€ und durch extrem gute Auswahl sind diese Aktien dann im Verkauf 5000€ Wert. In meinem Verkaufsformular steht dann also 5000€ und die Steuern die ich nun zu viel bezahlt habe und wiederbekommen müsste betragen 1250€, sodass unterm Strich ein Wert von 6250€ stehen sollte. Ich kann hier allerdings Werte für die Steuer eingeben, die auf die Endsumme hinzuaddiert werden, da negative Eingaben im Steuerfeld nicht möglich sind.

Zum Problem: Ich verwende einen Broker (TradeRepublic), der eine „Steueroptimierung“ durchführt. Das heißt, er addiert im Falle eines verlustbehafteten Kaufs wie im Beispiel die zuviel bezahlte Steuer sofort auf den ausbezahlten Betrag und weist dies auch in der Rechnung sofort aus. Das hat den Vorteil, dass der im Depot angezeigte Wert sofort dem „Realwert“ nach Steuer entspricht. Dieser Steuerwert wird auch direkt in der Abrechnung aufgeführt. Nun kann ich genau diesen Wert nicht in das Feld bei Steuern eintragen, da das Feld nicht dafür ausgelegt ist auch Steuerrückzahlungen aufzunehmen.

Wenn ich das Steuerfeld beim Verkauf leer lasse und anschließend „Steuerrückerstattung“ wähle würde im Endeffekt das gewünschte Ergebnis bringen. Hier habe ich allerdings das Problem, dass der PDF-Importer genau das nicht machen kann. Der müsste abhängig ob es eine positive oder negative Zahl bei Steuern ist einen weiteren Eintrag mit dem Typ „Steuerrückerstattung“ anlegen. Ist das denn möglich? Zur Zeit wird hier nämlich statt dem Steuereintrag nur die Gutschriftsumme entsprechend von der Steuer abgezogen. Bedeutet für das Beispiel:
Statt -1250€ Steuern einzutragen und damit in den Übersichten die gesamt gezahlte Steuer korrekter Weise wieder auf +1250€ zu senken wird im Importer der Verkaufswert nur um 1250€ erhöht und die Steuersumme auf 0 belassen. Das Ergebnis ist, dass der Gesamtwert des Depots dann zwar stimmt, die bezahlte Steuer dann aber weiter in den Übersichten auf 2500€ steht was nicht dem gewünschten Ergebnis entspricht.

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