Verbuchung von Crowdinvestments


#1

Hallo zusammen,

wirklich ein tolles Stück Software, was ihr da geschaffen habt! Kann mega viel und schein alle meine Wünsche zu befriedigen.

Aber eine kleine vermutlich nur Frage habe ich noch:

Ich investiere neben Aktien auch noch in Crowdinvestments wie Bergfürst, Kapilendo etc., diese Investements würde ich gerne in meine Performance Berechnung miteinbeziehen. Daher stellt sich nun für mich die Frage wie ich das ganz am einfachsten Verbuchen kann.

Meine Idee war folgende: Anlegen eines eigenen Depots für Crowdinvestments, für jedes Projekt Anlage eine eigenen Wertpapiers mit dem Kaufkurs als eigenen historischen Kurs. Zinsen und Ausschüttungen könnte ich dann als Dividenden erfassen. Und sobald das Teil ausläuft, würde ich eine Verkauf erfassen mit dem jeweiligen Verkaufspreis, der ja sich aufgrund von Exit oder Insolvenzgründen evt. unterhalb des Kaufpreises bewegen würde.

Oder übersehe ich etwas und es findet sich eine noch komfortablere Lösung?

/ Edit
Ich sehe gerade das das Problem schon einmal ähnlich mit P2P Krediten besprochen wurde (P2P Kredite bei Portfolio Performance) ,
da wurde das ganze über ein Konto gelöst. Gäbe es Unterschiede, wenn ich das so wie bei mir machen würde in der Performance Berechnung?
Schöne Grüße,
Reflic


#2

Lustig, ich bin heute auch auf der Suche nach genau dieser Lösung.
Mir gefällt die P2P Lösung für das Crowdfunding nicht wirklich.
P2P mache ich ganz einfach, Einlage einbuchen und dann die aufgelaufen Zinsen pro Quartal.
Das Geld bleibt ja auf der Plattform und wird automatisch reinvestiert. (Zinsfluss auf dem P2P Konto)

Beim Crowdfunding wird das investierte Geld aber auf das Girokonto zurück gebucht. Eine Möglichkeit Projekte ähnlich zu Aktien anzulegen und dann zu verwalten wäre toll. So könnte man sehen was wie und wann geflossen und abgezahlt ist und hat den reinvestierbaren Teil auf einem Blick. Aber ich schätze hierfür ist PP nicht geschaffen worden.


#3

Das kannst Du schon machen:

  • Wertpapier “Crowdinvestment-Projekt 4711” anlegen.
  • Ein Stück des Wertpapiers kaufen.
  • Kursveränderung beim Wertpapier pflegen.
  • Ausschüttungen auf das Konto als Dividende verbuchen.

Ich bin kein Crowdfunding-Experte. Welche Buchungen treten noch auf, die man abbilden müsste?

Alternativ kannst Du bei Abbildung als Konto die Ausschüttung auch als Zinsen buchen und direkt danach auf ein anderes Konto umbuchen.


#4

Hi Thomas,

stimmt, so ähnlich könnte es klappen.
Wertpapier kaufen (100€)
Bei einer Rückzahlung (10€) diese als Teilverkauf des Wertpapieres buchen und die Zinsen als Dividende einbuchen.

Somit sieht man genau was noch investiert ist (90€).
Am besten über ein Konto und ein Debot.

Da hatte ich einen Knick in den Hirnwindungen. Danke fürs entwirren :wink:


#5

@Thomas Das hört sich wunderbar an! Danke dir für die schnelle Hilfe! :slight_smile:


#6

Hallo,

ich bin gestern durch eine Suche nach der Renditeberechnung für Crowdfunding-Portfolios auf diesen Beitrag gestoßen. Der hat mir schon mal sehr weitergeholfen. Kurz als Kontext: Ich betreibe das Vergleichsportal Kritische Anleger und wir bauen seit etwas über einem Jahr ein eigenes Crowdinvesting-Portfolio mit eigenem Ersparten auf. Wir berichten jeden Monat im Rahmen eines Crowdfunding-Tagebuches darüber (siehe z. B. https://www.kritische-anleger.de/crowdfunding-tagebuch-juni-2017/) und stellen dort auch die Rendite des Portfolios dar. Die Investments und Zahlungen haben wir bisher händisch in einer einfachen Excel-Tabelle gepflegt und die Rendite-Berechnung war mehr eine grobe Überschlagsrechnung für den zu erwartenden Zinssatz. Das hat aber natürlich nichts mit der effektiven, tatsächlich bereits erwirtschafteten Rendite zu tun und ist insofern eigentlich ein wenig Augenwischerei.

Nun wollte ich die Investments und Zahlungen in unserer Datenbank und im Backend implementieren, was soweit auch super funktioniert hat. Gescheitert bin ich bisher aber bei der Renditeberechnung. Dass es die Time Weighted Return Rate sein sollte ist mir mittlerweile klar und ich habe hierzu auch schon eigene Berechnungen angestellt. Dann habe ich alle Investments und Zahlungen auch in Portfolio Performance eingegeben und die Renditen verglichen. Nun, während PP auf -0,14% kommt, landet meine Berechnung eher bei knapp über Null. Die Frage ist, warum?

Ich habe, wie hier im Thread beschrieben, alle Investments als Wertpapiere angelegt, den Kurs jeweils auf den Investment-Wert gestellt und 1 Stück davon gekauft. Zinsen habe ich als Dividenden verbucht und Tilgungen als Teilverkäufe der Aktien. Bei zwei Käufen kam es zu Gebühren von jeweils 20 € (greenXmoney), die ich auch so als Gebühren beim Kauf angegeben habe. Insofern verstehe ich schon, dass es zwischenzeitlich zu einer negativen Rendite kam, aber die Zinsen nach Steuern sind an sich höher als die Gebühren, weshalb mich die negative Rendite wundert.

Ich habe das Ganze mal auf unseren Server hochgeladen, da ich hier als neuer Benutzer noch keine Dateien hochladen darf: https://www.kritische-anleger.de/downloads/ka_portfolio_20170705.xml

Hat jemand Rat, ob ich beim Einpflegen bzw. der Datenabbildung was falsch gemacht habe? Oder kann jemand erklären, wie es zu der negativen Rendite von -0,14 % kommt, obwohl die Zinsen die Gebühren übersteigen?

Und dann ist auch noch die Frage, ob die TTWROR überhaupt der richtige Wert ist, um dem durchschnittlichen Nutzer die Rendite dieses Portfolios zu vermitteln!?

Über Feedback/Gedanken dazu würde ich mich freuen!

Lieben Dank & Viele Grüße

Stefan Erlich


#7

Moin,
beim Einpflegen scheint mir alles richtig zu sein. Die TTWROR von -0,14% wird von den Gebühren bei greenXmoney erzeugt. Wie bin ich darauf gekommen? Deine erste Buchung war am 13.05.2016. Ich habe die Zeit unter Berichte/Performance auf “Seit 12.05.2016” gestellt, und mir dann das Berichte/Performance/Diagramm angeschaut.


Zweimal geht die Performance abwärts, am 13.07.2016 und am 18.04.2017. Dies sind die Tage an denen Du Gebühren an greenXmoney bezahlt hast.
Ob die TTWROR richtiger als der IZF ist weiss ich nicht, persönlich bevorzuge ich den IZF, der bei Dir auf 0,29% steht. Mir sagt der IZF mehr zu weil er eine Rendite per anno ausdrückt.

Im Laufe der Zeit werden hoffentlich beide Werte steigen - soweit keine Ausfälle passieren - die meisten Projekte sind wohl endfällig.

HTH


#8

Hallo ProgFriese,

lieben Dank für deine Antwort. Das mit den Gebühren von greenXmoney hatte ich mir auch gedacht, aber mich irritiert, dass den Gebühren von insgesamt 40 € ja deutlich höhere Erträge gegenüberstehen und trotzdem kommt PP auf eine negative TTWROR. Der interne Zinsfuß erscheint mir da auch “richtiger”, aber es ist eben nur ein Gefühl. Mich würde z. B. auch mal interessieren, wie die Formel für die Berechnung der TTWROR bei PP aussieht, also insbesondere auch, wie die Zeiträume gesplittet werden und wie mit Gebühren umgegangen wird. Konnte dazu leider nichts finden in der Dokumentation.

Und dann ist da noch die große Frage, welche Renditeangabe überhaupt gegenüber unseren Lesern am meisten Sinn macht!?

Lieben Dank & Viele Grüße

Stefan


#9

Die Formel steht in https://forum.portfolio-performance.info/t/sunny-neues-nennenswertes/23/17, dort einfach nach Formel suchen.

Ich kenne Deine Leser weniger als Du, könnte mir aber vorstellen das die meisten aus der Ecke Tages/Festgeld kommen (so wie ich auch ;-)). Ich vergleiche meine Performance (über 2 Jahre) immer mit 2jährigen Festgelder, die man vor 2 Jahren abschließen konnte. Wenn ich dann das drei- bis vierfache erreicht habe bin ich schon zufrieden.

Die TTWROR sieht für das Diagramm gut aus, wenn rechts oben z.B. 45% steht nach drei Jahren. Aber was sagt mir der Wert wirklich? Ich bin da überfordert und schaue lieber auf den IZF, der mir gefühlt realistischere Werte zeigt.


#10

Der TTWROR berechnet sich von Veränderung zu Veränderung. Aus https://forum.portfolio-performance.info/t/performance-diagramm-falsch-ttwror-negativ-aber-izf-positiv/1127/5 geklaut.


#11

Danke Dir ProgFriese, ich glaub, ich muss das mal Step by Step wie in dem anderen Post in Excel nachbauen, um das Verhalten der TTWROR zu verstehen. Im Moment wirkt das auf mich noch ein wenig wie ne Black Box :slight_smile: … Idealerweise würden wir dann wahrscheinlich unseren Nutzern auch beides angeben, sowohl die TTWROR als auch den internen Zinsfuß.

Lieben Dank auf jeden Fall für deine Hilfe!

Stefan


#12

Wui, von eurem Wissensstand bin ich meilenweit entern!
Bezüglich Crowdlending ziele ich derzeit auf Giromatch ab!

Darf ich fragen, was ihr empfehlen könnt?


#13

In der Hoffnung das Du nicht nur Werbung ablaichen wolltest, sondern eine ernsthafte Antwort möchtest:

Ich halte giromatch für eine grosse Verarschung. Du kannst Dir nicht aussuchen in welche Kredite Du investierst, sondern Dir wird ein Kreditportfolio angeboten, mit Renditen bis zu 4%. Für eine Geschichte bei der Totalverlust immerhin möglich ist, erscheint mir bis zu 4% sehr mickrig.
Totalverlust? Es gibt doch den Sicherungspool!
Was ist der Sicherungspool?
Der Sicherungspool setzt sich aus freiwilligen Rücklagen der Giromatch zusammen und soll als Puffer mögliche Verluste abfedern. Giromatch zahlt einen kleinen Prozentsatz seiner Einnahmen in den Sicherungspool ein, um diesen stetig anwachsen zu lassen. Sollte sich Ihr Deutschlandportfolio am Ende der Laufzeit rückblickend nicht wie erwartet entwickelt haben, werden die vorhandenen Mittel aus dem Sicherungspool verwendet, um Ihr eingezahltes Kapital abzusichern, so dass Sie im Idealfall keine negative Rendite erzielen. Diese Ausgleichszahlungen können nur solange erfolgen, wie der Sicherungspool einen positiven Saldo aufweist. Ausgleichszahlungen größer als der jeweils aktuelle Sicherungspoolbetrag sind nicht möglich.

Diese Erklärung habe ich ein paarmal im Hirn rotieren lassen. Ergebnis: giromatch ohne mich

Es gibt p2p-Plattformen mit besseren Renditen und BuyBackGarantie, z.B. https://finanzrocker.net/viainvest-meine-erfahrungen-beim-investieren-in-kurzlaufende-p2p-kredite/ https://hobbyinvestor.de/neuer-bereich-hilfe-zu-p2p-krediten/

HTH


#14

Hi Google!

Wertpapier kaufen (100€)
Bei einer Rückzahlung (10€) diese als Teilverkauf des Wertpapieres buchen und die Zinsen als Dividende einbuchen.

Somit sieht man genau was noch investiert ist (90€).

Du redest von Rückzahlungen, deshalb nehme ich an, dass du von Crowdinvestments mit partiarischem Darlehen sprichst?

Deshalb kann ich auch nachvollziehen, wieso du bei einer Rückzahlung das als Teilverkauf behandeln möchtest. Allerdings hast du ja trotzdem nicht weniger Firmenanteil?
Den Verkauf hättest du ja nur bei einem Exit. Die Rückzahlung inklusive Zinsen, würde ich daher gesamt als Zinsen bzw Dividende buchen.

lg